Homeoffice einrichten. Darauf kommt es an

Publiziert am 16. März 2020 von Alltec Bürokonzept

Homeoffice jetzt. Gestern noch Zukunft der Arbeit, heute plötzliche Realität. Worauf es bei der Einrichtung des Homeoffice ankommt und was Unternehmen und TelearbeiterInnen nun provisorisch tun können. Ein Beitrag aus aktuellem Anlass.

Homeoffice einrichten. Möglicher Arbeitsplatz

Ein Recht auf Homeoffice, gleich zwei Mal diskutierte das Arbeitsministerium 2019 eine mögliche Neuregelung. Nun schafft die Corona-Krise in vielen Unternehmen Fakten. Wer kann, arbeitet spätestens seit heute zu Hause. Was zur Eindämmung des Virus sinnvoll ist, stellt die Unternehmen und ihre MitarbeiterInnen vor große Herausforderungen. Denn häufig sind die dafür nötigen Voraussetzungen und Vereinbarungen noch gar nicht geklärt, geschweige denn etabliert. 

Wie setzen wir die Arbeit von Zuhause ganz praktisch um? Wie können unsere MitarbeiterInnen auf Dateien und Unterlagen zugreifen? Welche Soft- und Hardware wird benötigt?
Die Umstellung berührt aber auch viele weitere Aspekte. Wie können MitarbeiterInnen ihren Arbeitstag strukturieren, dass sie der Arbeit und dem Team und ggf. gleichzeitig der Betreuung der Kinder gerecht werden? Wie kommunizieren die Teams miteinander? Welche Informationen müssen fließen und welche Kanäle werden dafür genutzt? Wie geht man damit um, wenn es irgendwo hapert?
Und nicht zuletzt: Wie können sich ArbeitnehmerInnen ad hoc einen Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden einrichten?

Bürostuhl, Tisch, Licht. Welche Regeln gelten für Bildschirmarbeitsplätze zu Hause?

Kaum ein heimischer Arbeitsplatz ist für die Arbeit im Homeoffice ausgelegt. Denn, die betrieblichen Regelungen für Gesundheits- und Arbeitsschutz gelten auch zu Hause. Das heißt ganz praktisch, dass auch der Büroarbeitsplatz im Homeoffice den Bestimmungen eines Bildschirmarbeitsplatzes im Unternehmen entsprechen sollte. Ein ergonomische Bürodrehstuhl, ein adäquater (höhenverstellbarer) Schreibtisch und optimale Lichtverhältnisse, das sind die Mindestanforderungen.

„Ad hoc können wir über die Schnelllieferprogramme eine begrenzte Auswahl an Bürotischen, Drehstühlen und Leuchten fürs Homeoffice anbieten“, sagt Petra Wirth von unserem Planungsbüro ALLTEC Bürokonzept. Aufgrund der aktuell noch schwer durchschaubaren Situation, werden wahrscheinlich wohl viele Unternehmen ihre Voraussetzungen für Telearbeit und die Ausstattung von Arbeitsplätzen im Homeoffice eher perspektivisch überdenken. Die aktuelle Ausnahmesituation erfordert daher vielerorts erst einmal Ausnahmelösungen. Was können ArbeitnehmerInnen und Unternehmen nun tun?

Das provisorische Homeoffice einrichten

Gibt es zu Hause genug Platz, dann ist es sinnvoll, sich eine fixen Arbeitsecke einzurichten. Wenn Sie am Küchentisch oder Esstisch im Wohnzimmer arbeiten müssen, sollte Sie sich an einen Platz setzen, an dem Sie für gewöhnlich nicht sitzen. Allein die neue Ausrichtung hilft dabei, sich auf die neue Arbeitssituation einzustellen. Der Arbeitspsychologe Frank Berzbach empfiehlt, neben regelmäßigen Arbeitszeiten auch eine Atmosphäre, die Ruhe und Konzentration ausstrahlt. Daher sollten Sie möglichst alles, was von der Arbeit ablenkt, aus dem Blickfeld entfernen. Nach Feierabend hilft es, Notizen und Arbeitsutensilien in einer Box zu verstauen und somit wieder Privatsphäre herzustellen. Denn vor allem das Abschalten fällt vielen TelearbeiterInnen schwer, wie im letzten Jahre eine Untersuchung vom wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) gezeigt hat.

Wenn kein ergonomischer Bürostuhl vorhanden ist, tut es womöglich auch der Stuhl aus dem Büro. Unternehmen, die ihre MitarbeiterInnen ins Homeoffice schicken, können ihnen mit einer Leihgabe helfen, rückenschonend zu arbeiten. Falls dies nicht möglich ist, achten Sie auf regelmäßige Haltungswechsel. Lockern Sie sich regelmäßig oder telefonieren Sie im Stehen.

Beim Gelingen von Homeoffice spielen vor allem die Unternehmenskultur und das Kommunikationsverhalten eine große Rolle. Dr. Ole Wintermann und Birgit Wintermann vom Projekt Zukunft der Arbeit der Bertelsmann-Stiftung infomieren hier über klare Absprachen und die passenden Kommunikationsmittel.

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